Israel

Wirklich alleine ist man nie, wenn man mit seinem Rucksack loszieht. Auf nach Israel!
Anstatt Hostels zu buchen, setzte ich dieses Mal auf Couchsurfing. Einzig und alleine für die erste Nacht, hatte ich ein Zimmer in einem Massenschlag gebucht, da ich nach Ende des Sabbats in Tel Aviv ankam.
Die Reise fing etwas ärgerlich für mich an, man hatte mir aus meinem eingecheckten Gepäck Dinge entwendet und dann wurde ich noch von Taxi Fahrern über den Tisch gezogen. Ehrlich gesagt, war ich auch zu müde, um eine Diskussion anzuzetteln, also zahlte ich den Preis. Ich war nur noch froh, als ich um 4 Uhr morgens ins Bett fallen konnte.

Da eine Woche wenig war und ich es gemütlich angehen wollte, beschloss ich nur Jerusalem und Tel Aviv zu besuchen. Es fahren immer wieder Schnellbuss von Tel Aviv nach Jerusalem, für ca. 16 Shekels (5/6 CHF). Die Fahrt dauert ca 50 Minuten und danach befindet man sich in der Stadt, in der drei Weltreligionen sich berühren.
Jerusalem, gemacht für jene, die interessiert an Historie, Antike, verwinkelten Gassen und Religionen. Was ich unterschätzt hatte war das Wetter: 8 Grad, die Bise und Regen. Keine sehr tolle Mischung für einen Städte Trip. Und die Al-Aksa Moschee konnte ich auch nicht wirklich bestaunen – okay, ich bin etwas spät angestanden und die Warteschlange hatte sich auch kaum bewegt. Die Besuchszeiten sind zeitlich begrenzt, wegen der Gebete. Als Alternativ Programm hattee ich mich anschliessend für eine Wanderung auf dem Öl Berg entschieden, von dort hat man einen schönen Ausblick auf die goldige Kuppel der Moschee und den Tempelberg. Beim Tempelberg zu hat es in den Gassen viele Bazare, auf denen man sich schöne Dinge kaufen kann. Jedoch ist Feilschen hier eine regelrechte Sportart. Ich weiss nicht wie es euch ergeht, aber ich habe ein bisschen Skrupel Dinge auf ein „Nichts“ herunterzuhandeln. Mein Host in Jerusalem hat mir gesagt, die verlangen von uns Touristen das 4-fache, daher sollte ich mit harten Bandagen arbeiten. Zum Glück hatte an diesem Tag jemand getroffen, der das Feilschen besser konnte als ich.

Nach 2 Nächten verliess ich Jerusalem, um nach Tel Aviv zurückzukehren. Dort erwartete mich mein zweiter Hosts, der die gleiche Passion mit mir teilte: Essen. Ich habe mich in diesen restlichen Tagen mit ihm durch diverse israelische Speisen gegessen. Von Hummus war ich nie wirklich angetan und seit ich aus Israel zurückgekommen bin, habe ich meine Meinung darüber geändert. Das Wetter in Tel Aviv war ein wenig angenehmer und von Jaffa war ich ziemlich angetan, nicht nur wegen des Ausblicks auf die Skyline von der Stadt, generell alles.

Was Eindruck bei mir hinterliess, waren sicher Mal die Sicherheitsvorkehrungen überall. An den Eingängen von Bazaren, Bahnhöfen, öffentliche Einrichtungen – da muss man einen Metall Detektor passieren und das Gepäck durchläuft eine X-Ray Maschine.
Ihr müsst wissen, ich lebe in der Schweiz, ich sehe höchstens im Zug und am Wochenende Soldaten/Rekruten. In Israel waren diese überall präsent und vor allem viele weibliche Soldatinnen. Sie alle treten ab 18 Jahren den Militärdienst für mindestens zwei Jahre an (unvorstellbar in der Schweiz).
Dank Couchsurfing habe ich nicht nur neue, tolle Menschen kennengelernt, ich habe auch viele Dinge über die Israelis gelernt und gewisse Vorurteile abbauen können. Natürlich gehen nach wie vor Dinge in diesem Land ab, mit denen ich nicht wirklich einverstanden bin- aber dies ist eine andere Sache.
Da ich noch einige Orte in diesem Land sehen möchte, werde ich sicherlich nochmals hinreisen.

Eckdaten:
Flug: El Al Israel (günstig, aber massive Sicherheitschecks)
Städte: Jerusalem, Tel Aviv
Essen: Hummus, Shakshuka, Kebab, Fruchtsäfte
Vitrina in Tel Aviv (Burger Restauran in Tel Aviv)
Budget: 300 CHF/Woche (sofern man nicht Party macht, shoppen geht)

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